bitkasten, E-Mail, De-Mail und Fax das ist doch alles gleich sicher, oder nicht?
Digitale Kommunikation hält Einzug
Kurzer Exkurs zu den digitalen Kommunikationskanälen – E-Mail, De-Mail und Fax
E-Mail – digitaler Kommunikationskanal Nr. 1
DE-Mail – sicher, vertraulich und nachweisbar
Der Gedanke hinter der im Jahr 2012 eingeführten De-Mail ist sehr gut. Jeder Nutzer soll nach persönlichem Identitätsnachweis bspw. mit dem elektronischen Personalausweis „sicher, vertraulich und nachweisbar“ (§1 De-Mail-G) Nachrichten versenden und empfangen können.
So ist es möglich, sich mit Behörden und Dienstleistern rechtssicher auszutauschen. Auch vertrauliche und personenbezogene Informationen können versendet werden. Dies war bisher nur mit dem klassischen Brief möglich. Durch den digitalen Austausch entfallen auch die lästigen Behördengänge, auf deren Termine man Wochenlang warten muss.
Fax – immer noch beliebt egal ob online oder per Faxgerät
Trotz des Aufschwungs der E-Mail und der digitalen Transformation bleibt das Fax ein fester Bestandteil in Unternehmen und Behörden. Weltweit werden jährlich immer noch Milliarden Faxe versendet. Angesichts der wachsenden Besorgnis über E-Mail-Sicherheitsprobleme wie bösartiger Codes, Phishing und Passwortdiebstahl kann der Versand sensibler Daten per Fax als vermeintlich sicherere Option erscheinen.
Bevor sich die E-Mail durchgesetzt hat, war das Fax das Mittel der Wahl, um Dokumente schnell zwischen zwei entfernten Orten zu versenden. Beim Faxen werden Bilder und Texte an einem Ende gelesen und in Einsen und Nullen zerlegt. Diese binären Informationen werden anschließend über das Telefonnetz an ein anderes Faxgerät gesendet. Dieses entschlüsselt die Daten und druckt eine Kopie des Originalbildes aus. Der Versand von Faxen ist schnell. Zudem sind sie für rechtliche Zwecke verbindlich. Nachteilig ist, der Datenverlust und dass Faxgeräte Verbrauchsmaterialien wie Papier und Toner benötigen.
Sicherheitsprobleme von E-Mails, De-Mails und Fax
Die Sicherheitslücken sind bei E-Mails recht vielseitig. Unbefugte Empfänger erhalten entweder versehentlich eine Kopie oder sie verschaffen sich mutwillig Zugang zu E-Mail-Konten anderer. Kriminelle können Computersysteme mit bösartiger Software infizieren. Diese stehlen die Passwörter und Anmeldeinformationen oder verschaffen sich Zugriff auf das gesamte Computersystem.
E-Mails können auch zum Versenden von Malware verwendet werden. Durch das Infizieren der Computersysteme werden Sicherheitsprobleme und Datenverluste verursacht. Phishing ist ebenso ein Thema. Dabei werden betrügerische E-Mails versendet, die den Anschein erwecken, von einer Bank oder einem anderen seriösen Absender zu stammen. Die Intension dabei ist sensible Informationen, wie z. B. sicherer Anmeldedaten vom Empfänger zu erhalten.
De-Mail
Eine 100%ige Sicherheit kann auch die De-Mail durch inkonsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht bieten. 2015 wurde mit PGP (Pretty Good Privacy) eine Verschlüsselungstechnologie in De-Mail integriert. Diese ist jedoch nicht zwingend für die Benutzung erforderlich.
Einer der Sprecher des “Chaos Computer Clubs” Linus Neumann hat bereits 2013 darauf hingewiesen, dass das System unsicher sei. De-Mail-Anbieter ist es möglich, die nicht mit PGP verschlüsselten Nachrichten zu entschlüsseln und auf die Daten zuzugreifen. Diese automatisierte Entschlüsselung wird mit dem Zweck der Überprüfung auf Schadsoftware begründet. Somit erlaubt die Entschlüsselung der Daten, wenn auch automatisiert und theoretisch, einen potenziellen Missbrauch. Damit ist es nicht mehr nachweisbar, ob sie auf dem Weg zwischen Sender zum Empfänger verändert oder gelesen wurden. Vergleichbar ist diese Entschlüsselung mit einem Brief, der auf dem Weg zum Empfänger geöffnet und in einen neuen Umschlag gesteckt wird.
Das Problem, das dadurch entsteht, ist immer das gleiche: Hintertüren stehen nicht nur denen offen, die sie eigentlich nutzen sollen. In dem Versuch, dank Überwachung mehr Sicherheit zu schaffen, wird Unsicherheit installiert.
Linus Neumann Sprecher des Chaos Computer Clubs
Fax
Faxgeräte verwenden alle das gleiche Protokoll. Damit kann ein gesendetes Fax von jedem anderen Faxgerät empfangen und ausgedruckt werden. Ganz egal, ob es dem vorgesehenen Empfänger gehört oder nicht. Die Faxinformationen werden über das Telefonnetz gesendet. Somit ist es theoretisch möglich, dass jemand mit unbefugtem Zugriff auf das Netzwerk die Informationen abfangen könnte.
Auch kann das Fax in falsche Hände gelangen, wenn sich das Faxgerät beispielsweise in einem gemeinsam genutzten Büro befindet.
Auch lässt sich ein Fax mittlerweile problemlos manipulieren. Eine mit einem Bildbearbeitungsprogramm kopierte Unterschrift fällt auf den schwarz-weißen Fax-Seiten oftmals nicht auf.
Sichere Zustellung mit dem bitkasten
Egal ob E-Mail, De-Mail oder Fax, alle Lösungen haben ein klares Ziel. Kommunikation zu vereinfachen. Sie wurden im Laufe der Jahrzehnte ständig weiter optimiert und an aktuelle Bedürfnisse angepasst. Für sich genommen sind alle diese Techniken erstklassig und haben uns das Leben in weiten Teilen vereinfacht. Leider scheitern sie meistens an der zu großen Komplexität, einfache Anforderungen umzusetzen. Oder die Einstiegshürde ist so groß, dass sie schlicht keine Akzeptanz bei den Nutzern haben.
Mit dem bitkasten haben wir das Rad nicht neu erfunden, sondern setzen auf Ideen und Komponenten, die seit vielen Jahren etabliert, optimiert und verfügbar sind.
Die digitale Briefpost wird über eine sichere Verbindung an den bitkasten übermittelt. Für die Zuordnung dient die postalische Adresse des Empfängers. Nach der Zustellung werden die Dokumente nach aktuellem Stand der Technik verschlüsselt auf einem Hochverfügbarkeitsspeicher abgelegt. Dort können Sie nur noch vom Nutzer mit der dazugehörigen ID gelesen werden.
Nach Ablauf einer vorher festgelegten Frist, wird das Dokument automatisch in das rechtssichere Archiv des bitkasten verschoben. Dies basiert auf der Technologie des Langzeitarchivs (LZA) von Governikus. Es ist TR-ESOR-zertifiziert (BSI Technische Richtlinie 03125) und garantiert eine beweiswerterhaltende, sichere und revisionssichere Langzeitaufbewahrung von Dokumenten. Der Zugriff für den Empfänger auf die digitalen Inhalte als auch die Metainformationen ist somit für mehrere Jahrzehnte gewährleistet.
Gegenüberstellung Sicherheitsmerkmale der digitalen Kommunikationskanäle
1) Über Drittanbieter 2) Nur optional 3) Kommt auf Anbieter an 4) Möglich über Drittanbieter, aber nicht notwendig für rechtssichere Kommunikation 5) Je nach Kundenwunsch verpflichtend